Ist ein duales Studium sinnvoll?: Goethe B2 Sprechen Example

“Ist ein duales Studium sinnvoll?” is one of those debate topics that keeps showing up in Goethe B2 Sprechen exams, and for good reason: it’s practical, it splits opinions, and it gives you plenty to argue about in five minutes.
In Teil 2, you’re not just stating an opinion once and moving on. You need to react to your partner, push back on their points, and land on a clear conclusion by the end. That back-and-forth is exactly what trips people up when they’ve only practiced monologue-style answers.
Working through a real theme like this one, with the actual language examiners expect to hear, helps you build a mental toolkit you can reuse for dozens of similar topics on exam day.
Here’s the original exam task, followed by a model answer you can study and adapt.
The Task (as given in the real exam)
Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Ist ein duales Studium sinnvoll?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.
You need to cover:
- ✓Standpunkt und Argumente austauschen.
- ✓Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
- ✓Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?
Discussion Structure
Ist ein duales Studium sinnvoll?
Arguments in favour (Pro):
- ✓Man arbeitet im Unternehmen und lernt gleichzeitig an der Uni — Theorie und Praxis verbinden sich.
- ✓Man bekommt schon während des Studiums Geld vom Unternehmen.
- ✓Man kennt das Unternehmen gut und bleibt oft nach dem Studium dort.
- ✓Man lernt früh, Verantwortung zu übernehmen, und knüpft wichtige Kontakte.
- ✓Es hilft Studierenden aus ärmeren Familien, das Studium zu finanzieren.
Arguments against (Kontra):
- ✓Man hat Studium und Arbeit gleichzeitig, Pausen und Freizeit sind oft knapp.
- ✓Man muss in beiden Bereichen gute Leistungen bringen, was anstrengend sein kann.
Your position: Wir sind uns sicher einig, dass ein duales Studium anstrengend ist, da man in Studium und Arbeit gleichzeitig gute Leistungen bringen muss. Trotzdem überwiegen für mich die Vorteile, da man Theorie und Praxis verbindet, finanziell unabhängig ist und früh wertvolle Kontakte knüpft. Mein Fazit ist daher, dass sich ein duales Studium unter dem Strich lohnt.
🔊 Listen to the model
Model Dialogue
A: Unsere heutige Frage lautet: Ist ein duales Studium sinnvoll? Ich vertrete die Position, dass es sehr sinnvoll ist. Ein zentrales Argument dafür ist, dass man im Unternehmen arbeitet und gleichzeitig an der Uni lernt, sodass sich Theorie und Praxis unmittelbar verbinden. Wie sehen Sie das?
B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, und die Verbindung von Theorie und Praxis klingt tatsächlich attraktiv. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Wer Studium und Arbeit gleichzeitig bewältigt, hat kaum Pausen und wenig Freizeit. Der Alltag wird dadurch sehr eng.
A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen, und die Zeit ist tatsächlich knapp bemessen. Darf ich den Blick auf einen anderen Aspekt lenken? Denn dafür bekommt man schon während des Studiums Geld vom Unternehmen, was die enge Zeit für viele durchaus wert macht.
B: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus: Für das Geld muss man in beiden Bereichen gute Leistungen bringen, an der Uni und im Betrieb, und genau das kann sehr anstrengend sein.
A: Sie haben insofern recht, als der Druck real ist. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position, denn wer sich durch diese Phase durchbeißt, kennt das Unternehmen am Ende sehr gut und bleibt oft direkt danach dort – ein Vorteil, der die Anstrengung ausgleicht.
B: Das kann ich nachvollziehen, allerdings frage ich mich, ob dieser Vorteil den ständigen Druck wirklich aufwiegt. Was würden Sie jemandem entgegnen, der genau das bezweifelt?
A: Ich würde ihm entgegnen, dass man neben der Übernahme auch früh lernt, Verantwortung zu übernehmen, und wichtige Kontakte knüpft, die einem später im Beruf helfen. Das ist ein Gewinn, den ein normales Studium so nicht bietet.
B: Das ist ein interessanter Punkt, den ich so stehen lassen kann. Genau das ist aber nicht der Grund, an dem sich unsere Meinungen unterscheiden – für mich zählt weiterhin, dass die Doppelbelastung den Alltag dominiert.
A: Lassen Sie mich einen ganz anderen Punkt ansprechen: Ein duales Studium hilft auch Studierenden aus ärmeren Familien, ihr Studium überhaupt zu finanzieren, weil sie nicht monatelang ohne Einkommen dastehen.
B: Sie haben insofern recht, als die finanzielle Unterstützung für manche entscheidend sein kann. Trotzdem bleibe ich dabei, dass die fehlende Freizeit und der Druck in beiden Bereichen für mich schwerer wiegen.
A: Fassen wir zusammen: Für mich sind vor allem die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die finanzielle Unterstützung ausschlaggebend. Unter dem Strich bin ich klar für das duale Studium.
B: Ich bleibe dabei: Auch wenn die finanzielle Seite ein echtes Argument ist, überwiegt für mich die Tatsache, dass Studium und Arbeit gleichzeitig kaum Freiraum lassen und in beiden Bereichen Höchstleistung verlangt wird. Deshalb bin ich gegen ein duales Studium.
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