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Sollten Informationen im Internet kostenpflichtig sein?: Goethe B2 Sprechen Example

3 September 2026 · Papagei
Brandenburg Gate with the title "Sollten Informationen im Internet kostenpflichtig sein?" — Papagei German B1/B2 exam preparation

Whether online information should be free or paid is one of those debate topics that keeps resurfacing in the Goethe B2 speaking exam, and for good reason: it forces you to argue both sides, react to a partner’s points, and land on a clear conclusion, all within a few minutes of spoken German.

This kind of task is less about having a fixed opinion and more about showing flexibility with language: introducing a viewpoint, pushing back on someone else’s argument, and summarizing at the end. Those are exactly the skills examiners are listening for in Teil 2.

Because this theme appears again and again across exam sessions, it’s worth studying closely rather than treating it as a one-off. Seeing how a strong answer is structured gives you a template you can adapt to plenty of other debate-style prompts.


Here is the exam task exactly as it appears, followed by a model answer you can learn from.

The Task (as given in the real exam)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Sollten Informationen im Internet kostenpflichtig sein?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

You need to cover:

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Discussion Structure

Sollten Informationen im Internet kostenpflichtig sein?

Arguments in favour (Pro):

  • Journalisten und Experten können zuverlässige Informationen besser recherchieren, wenn sie dafür bezahlt werden.
  • Kostenpflichtige Inhalte stammen meist von geprüften Quellen, was Falschnachrichten reduziert.
  • Anbieter können in neue Technologien und bessere Recherchemethoden investieren.

Arguments against (Kontra):

  • Ärmere Menschen hätten weniger Zugang zu Wissen.
  • Nicht jeder kann sich viele kostenpflichtige Abonnements leisten.
  • Kostenlose, aber weniger geprüfte Quellen könnten dadurch noch beliebter werden.

Your position: Ich bin dagegen, dass Informationen im Internet grundsätzlich kostenpflichtig sein sollten, da ärmere Menschen sonst weniger Zugang zu Wissen hätten und sich nicht jeder viele Abonnements leisten kann. Mein Fazit ist, dass der freie Zugang zu Informationen wichtiger ist als geprüfte Qualität, auch wenn dadurch weniger zuverlässige Quellen beliebter werden könnten.

🔊 Listen to the model

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Model Dialogue

A: Unsere heutige Frage lautet: Sollten Informationen im Internet kostenpflichtig sein? Ich vertrete den Standpunkt, dass dies sinnvoll wäre. Journalisten und Experten können zuverlässige Informationen nämlich besser recherchieren, wenn sie dafür bezahlt werden. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, denn gute Recherche kostet tatsächlich Zeit und Geld. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Wenn Informationen kostenpflichtig werden, hätten ärmere Menschen weniger Zugang zu Wissen. Bildung sollte aber nicht vom Geldbeutel abhängen.

A: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus: Gerade weil hochwertige Inhalte Geld kosten, stammen sie meist von geprüften Quellen, was Falschnachrichten reduziert. Damit profitieren letztlich alle, auch wenn nicht jeder zahlt.

B: Sie haben insofern recht, als geprüfte Quellen wichtig sind. Allerdings bleibt das Problem der Kosten bestehen: Nicht jeder kann sich viele kostenpflichtige Abonnements leisten, vor allem wenn man mehrere Plattformen nutzen möchte.

A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position, denn wenn Anbieter durch Bezahlmodelle Einnahmen erzielen, können sie in neue Technologien und bessere Recherchemethoden investieren – das kommt langfristig auch den Nutzern zugute.

B: Darf ich den Blick auf einen anderen Aspekt lenken? Selbst wenn Investitionen sinnvoll wären, befürchte ich, dass kostenlose, aber weniger geprüfte Quellen dadurch noch beliebter werden könnten, weil die Menschen dorthin ausweichen, wo sie nichts bezahlen müssen.

A: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass gerade deshalb Aufklärung über seriöse Quellen wichtig wäre. Genau das ist aber der Punkt, an dem wir unterschiedlicher Meinung sind: Ich denke, Qualität setzt sich langfristig durch, wenn sie zuverlässig recherchiert ist.

B: Das mag sein, aber unter dem Strich zählt für mich der ungleiche Zugang. Was würden Sie jemandem entgegnen, der sagt, dass Wissen ein Grundrecht sein sollte und nicht vom Einkommen abhängen darf?

A: Ich würde antworten, dass es weiterhin viele kostenlose Basisinformationen gäbe, während vertiefte, geprüfte Inhalte eben bezahlt würden. Fassen wir zusammen: Für mich überwiegen die bessere Recherche und die Investitionsmöglichkeiten der Anbieter. Unter dem Strich bin ich für kostenpflichtige Informationen.

B: Ich bleibe dabei: Der ungleiche Zugang für ärmere Menschen und die Gefahr, dass unseriöse kostenlose Quellen noch beliebter werden, wiegen für mich schwerer. Mein Fazit lautet daher: Informationen im Internet sollten nicht kostenpflichtig sein.


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