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E-Books oder gedruckte Bücher?: Goethe B2 Sprechen Example

3 September 2026 · Papagei
Brandenburg Gate with the title "E-Books oder gedruckte Bücher?" — Papagei German B1/B2 exam preparation

“E-Books oder gedruckte Bücher?” is one of those debate topics that keeps resurfacing in Goethe B2 Sprechen exams, and for good reason: it’s familiar enough that everyone has an opinion, yet open enough to test whether you can really argue, react, and summarize in German under time pressure.

In Teil 2 of the Sprechen exam, it’s not enough to state your own view. You need to respond naturally to your partner’s points, push back or agree with the right connectors, and land on a clear conclusion within about five minutes. That combination of speed, structure, and spontaneity is exactly what trips up many candidates.

Working through a real example like this one gives you a concrete sense of how a strong exchange actually sounds, including the phrases that keep the conversation flowing and the way a good closing statement ties everything together.


Here is the original exam task along with a model dialogue you can study and practice with.

The Task (as given in the real exam)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „E-Books oder gedruckte Bücher?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

You need to cover:

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Discussion Structure

Was ist besser: E-Books oder gedruckte Bücher?

Arguments in favour (Pro):

  • E-Books: sparen Platz, sind leicht zu transportieren, kann man sofort kaufen und überall benutzen.
  • Gedruckte Bücher: kann man überall lesen ohne Strom, verschenken oder verleihen; sie sind mit Gefühl verbunden.

Arguments against (Kontra):

  • E-Books: schaden den Augen, gehen bei Geräteverlust verloren, haben kein physisches Gefühl und hängen von Strom ab.
  • Gedruckte Bücher: schwer zu transportieren, brauchen viel Platz und können nicht sofort gekauft werden, wenn sie ausverkauft sind.

Your position: Auch wenn E-Books praktisch sind, weil man sie sofort kaufen und platzsparend transportieren kann, überwiegt für mich der Nachteil, dass sie von Strom abhängen und den Augen schaden. Insofern gedruckte Bücher überall ohne Strom gelesen werden können, ist mein Fazit: Ich bevorzuge gedruckte Bücher.

🔊 Listen to the model

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Model Dialogue

A: Unsere heutige Frage lautet: Was ist besser, E-Books oder gedruckte Bücher? Ich vertrete den Standpunkt, dass E-Books die bessere Wahl sind. Ein starkes Argument dafür ist, dass sie kaum Platz brauchen: Auf einem einzigen Gerät habe ich eine ganze Bibliothek dabei. Hinzu kommt, dass ich ein Buch sofort kaufen und überall benutzen kann, ohne auf eine Lieferung zu warten. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, und dem Platzargument stimme ich durchaus zu. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Ein gedrucktes Buch kann ich überall lesen, ohne Strom zu brauchen. Am Strand, im Zug, nach drei Tagen ohne Steckdose — es funktioniert einfach.

A: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus. Ein Lesegerät hält heute mehrere Wochen mit einer Ladung. Gerade auf Reisen zeigt sich der Vorteil doch besonders deutlich: Gedruckte Bücher sind schwer zu transportieren, und mehr als zwei bekomme ich nicht in den Koffer.

B: Sie haben insofern recht, als ein Koffer schnell zu schwer wird. Genau das ist aber der Punkt, an dem wir unterschiedlicher Meinung sind: Ein Gerät ist ein einziger Gegenstand, den man verlieren kann. Geht es kaputt oder wird es gestohlen, ist die gesamte Bibliothek weg. Ein Buch im Regal bleibt.

A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position, denn gekaufte Titel liegen im Konto und lassen sich neu laden. Darf ich dazu noch etwas ergänzen? Nicht zu vergessen ist, dass ein gedrucktes Buch, das ausverkauft ist, für Wochen nicht verfügbar ist. Digital habe ich es in einer Minute.

B: Dem widerspreche ich nicht. Allerdings frage ich mich, ob Schnelligkeit hier wirklich entscheidend ist. Für mich zählt etwas anderes: Ein Buch kann ich verschenken oder verleihen. Eine Lizenz kann ich niemandem in die Hand drücken. Was würden Sie jemandem entgegnen, der das Gegenteil behauptet?

A: Ich würde ihm antworten, dass Verleihen ein soziales Argument ist, kein praktisches. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun. Wer täglich pendelt, profitiert vom geringen Gewicht — wer zu Hause im Sessel liest, vielleicht weniger.

B: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass die Antwort von der Lesesituation abhängt. Da gebe ich Ihnen recht, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt. Ein Argument bleibt für mich bestehen: Bildschirme belasten die Augen. Wer abends lange liest, merkt den Unterschied deutlich.

A: Ich muss mich an einer Stelle korrigieren: Bei modernen Lesegeräten mit E-Ink trifft das kaum noch zu, bei Handy und Tablet dagegen schon. Ihr Argument gilt also, aber nicht für alle Geräte.

B: Das ist eine faire Unterscheidung, die ich so gelten lasse. Es bleibt aber ein Punkt, der sich technisch nicht lösen lässt: das Gefühl. Papier in der Hand, ein Regal, das eine Geschichte erzählt — daran hängen Erinnerungen. Eine Datei erzeugt das bei mir nicht.

A: Fassen wir zusammen: Wir sind uns einig, dass beide Formate ihre Stärken haben, und dass die Augen bei manchen Geräten ein echtes Problem sind. Unter dem Strich bin ich dennoch für E-Books, allerdings mit der Einschränkung, dass ich ein Lesegerät und kein Tablet empfehlen würde.

B: Wir haben unterschiedliche Positionen, aber die Argumente liegen jetzt auf dem Tisch. Ich bleibe dabei: Auch wenn E-Books praktisch sind, weil man sie sofort kaufen und platzsparend transportieren kann, überwiegt für mich der Nachteil, dass sie von Strom abhängen. Da gedruckte Bücher überall ohne Strom gelesen werden können, ist mein Fazit: Ich bevorzuge gedruckte Bücher.


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