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Präsenztreffen durch ein Onlinemeeting ersetzen: Goethe B2 Sprechen Example

2 September 2026 · Papagei
Brandenburg Gate with the title "Präsenztreffen durch ein Onlinemeeting ersetzen" — Papagei German B1/B2 exam preparation

Replacing in-person meetings with online ones is a topic that comes up again and again in the Goethe B2 Sprechen exam, and for good reason: it’s something every student, employee, and club member has an opinion about. That makes it a favorite for examiners, because it gives candidates plenty to say and plenty of room to disagree with their partner.

In Sprechen Teil 2, you’re not just stating an opinion — you’re debating one. You need to present your view, react to what your partner says, and then wrap things up with a clear final position. That combination of listening, responding, and structuring an argument is exactly what trips people up under exam pressure.

Working through themes like this one before your exam day means the vocabulary, the discussion structure, and the typical counterarguments won’t catch you off guard. You’ll already know how the conversation tends to unfold.


Here’s the exam task along with a model answer showing how this discussion could play out.

The Task (as given in the real exam)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Präsenztreffen durch ein Onlinemeeting ersetzen“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

You need to cover:

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Discussion Structure

Sollten Präsenztreffen im Unternehmen durch Onlinemeetings ersetzt werden?

Arguments in favour (Pro):

  • Geeignet für schüchterne Angestellte, die Fragen ohne Angst vor anderen stellen können.
  • Praktisch für Mitarbeiter, die weit weg wohnen — sie können von zu Hause arbeiten.
  • Man kann konzentrierter arbeiten, wenn man nicht ins Büro muss.
  • Firmen sparen Geld, da keine Fahrtkosten anfallen.

Arguments against (Kontra):

  • Nicht für alle Fachbereiche geeignet, da manche Berufe Präsenz erfordern.
  • Fördert nicht die Zusammenarbeit und das Kennenlernen der Mitarbeiter.
  • Manche Angestellte kennen sich nicht mit elektronischen Geräten aus.
  • Zu viel Bildschirmzeit kann zu Augenschmerzen führen.

Your position: Wenn ich das Kosteneinsparungsargument gegen die fehlende Zusammenarbeit abwäge, überwiegt für mich Letzteres, da persönlicher Austausch für viele Berufe unverzichtbar bleibt. Insofern Onlinemeetings zwar praktisch sind, als sie Fahrtkosten sparen, fehlt ihnen doch die menschliche Nähe. Mein Fazit ist daher, dass ich gegen den vollständigen Ersatz von Präsenztreffen bin.

🔊 Listen to the model

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Model Dialogue

A: Unsere heutige Frage lautet: Sollten Präsenztreffen im Unternehmen durch Onlinemeetings ersetzt werden? Ich vertrete den Standpunkt, dass Onlinemeetings die bessere Wahl sind. Ein starkes Argument dafür ist, dass man sich zu Hause viel konzentrierter auf seine Aufgaben einlassen kann, wenn man nicht extra ins Büro fahren muss. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, und dass man zu Hause ruhiger arbeiten kann, will ich gar nicht bestreiten. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Wenn alle nur noch von zu Hause aus arbeiten, fördert das weder die Zusammenarbeit noch das gegenseitige Kennenlernen der Mitarbeiter. Genau dieser persönliche Austausch geht meiner Meinung nach verloren.

A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen, allerdings betrifft er vor allem den sozialen Austausch unter Kollegen, die sich ohnehin schon gut verstehen. Für schüchterne Angestellte sehe ich sogar einen Vorteil: Online können sie Fragen stellen, ohne Angst zu haben, vor der ganzen Gruppe im Raum etwas Falsches zu sagen.

B: Sie haben insofern recht, als schüchterne Personen sich online vielleicht wohler fühlen. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position, denn nicht jeder kommt mit elektronischen Geräten gleich gut zurecht. Manche Angestellte kennen sich mit der Technik einfach nicht gut genug aus, und für sie wird ein Onlinemeeting eher zur Belastung als zur Erleichterung.

A: Darf ich den Blick auf einen anderen Aspekt lenken? Für Mitarbeiter, die weit vom Firmensitz entfernt wohnen, ist ein Onlinemeeting äußerst praktisch, weil sie von zu Hause aus arbeiten können, statt stundenlang zu pendeln. Das würde auch technisch weniger versierten Personen mit der Zeit leichter fallen, wenn sie es regelmäßig nutzen.

B: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus: Nicht jeder Fachbereich lässt sich einfach von zu Hause erledigen. Manche Berufe erfordern schlicht die Präsenz vor Ort, etwa wenn man mit Maschinen oder direktem Kundenkontakt arbeitet. Da nützt auch die kürzeste Anfahrt nichts.

A: Sie haben insofern recht, als bestimmte Tätigkeiten tatsächlich Präsenz verlangen. Für alle anderen Bereiche bleibt aber ein wirtschaftliches Argument bestehen: Firmen sparen erheblich Geld, weil keine Fahrtkosten und keine Raumkosten für Präsenztreffen anfallen.

B: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass Unternehmen finanziell profitieren, die Angestellten aber die Kosten an anderer Stelle tragen. Zu viel Bildschirmzeit kann nämlich zu Augenschmerzen führen, und diese gesundheitliche Belastung wird bei der reinen Kostenrechnung oft vergessen.

A: Das ist ein berechtigter Einwand, den ich nicht ganz von der Hand weisen kann. Fassen wir zusammen: Wir sind uns einig, dass sowohl technische Hürden als auch gesundheitliche Aspekte eine Rolle spielen. Unter dem Strich bleibe ich dennoch bei meiner Position, weil die Vorteile für Konzentration, schüchterne Mitarbeiter, weit entfernt wohnende Angestellte und die Kostenersparnis der Firmen für mich überwiegen.

B: Ich bleibe dabei: Auch wenn Onlinemeetings in vielen Punkten praktisch sind, überwiegen für mich die Nachteile. Die fehlende Zusammenarbeit vor Ort, die Schwierigkeiten mancher Angestellter mit der Technik, die fehlende Eignung für bestimmte Fachbereiche sowie die gesundheitliche Belastung durch Bildschirmzeit sprechen für mich klar gegen eine vollständige Ersetzung der Präsenztreffen. Mein Fazit lautet daher: Ich bin gegen diese Ersetzung.


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