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Sollen Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben?: Goethe B2 Sprechen Example

3 September 2026 · Papagei
Brandenburg Gate with the title "Sollen Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben?" — Papagei German B1/B2 exam preparation

Living arrangements for young people come up again and again in the Goethe B2 speaking exam, and “Sollen Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben?” is one of the classic versions of this debate. It’s a topic examiners return to because it invites clear opinions, everyday vocabulary, and natural back-and-forth between two speakers.

In Sprechen Teil 2, you’re not just stating an opinion once and moving on. You need to react to your partner, build on or challenge their points, and wrap things up with a clear final position. That structure is exactly what trips people up when they haven’t rehearsed it.

Practicing with a real, recurring exam theme like this one helps you internalize both the content — arguments for and against shared living — and the language patterns that carry a discussion forward for a full five minutes.


Here’s the original exam task followed by a complete model dialogue you can study and reuse.

The Task (as given in the real exam)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Sollen Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

You need to cover:

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Discussion Structure

Sollen Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben?

Arguments in favour (Pro):

  • Jugendliche sind nicht allein und finden schnell Freunde.
  • Man lernt, den Alltag selbst zu organisieren und Aufgaben zu teilen.
  • Es ist günstiger, da man sich Miete, Strom und Internet teilt.
  • Man kann von älteren Mitbewohnern Tipps für Studium, Arbeit oder Kochen bekommen.

Arguments against (Kontra):

  • Konflikte über Sauberkeit, Lärm oder geteilte Kosten sind möglich.
  • Weniger Privatsphäre als bei einer eigenen Wohnung.
  • Manche Mitbewohner passen charakterlich nicht gut zusammen.

Your position: Wir sind uns sicher einig, dass sowohl finanzielle Vorteile als auch mögliche Konflikte in einer Wohngemeinschaft eine Rolle spielen. Mein Fazit ist jedoch, dass die Vorteile überwiegen, da man nicht nur Geld spart, sondern auch wichtige soziale und organisatorische Fähigkeiten entwickelt. Deshalb bin ich klar dafür, dass Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben.

🔊 Listen to the model

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Model Dialogue

A: Unsere heutige Frage lautet: Sollen Jugendliche in einer Wohngemeinschaft leben? Ich vertrete den Standpunkt, dass das sinnvoll ist. Ein wichtiges Argument dafür ist, dass Jugendliche in einer WG nicht allein sind und schnell Freunde finden. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, und dass man schnell Anschluss findet, stimmt sicher. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Wer mit anderen zusammenlebt, hat deutlich weniger Privatsphäre als in einer eigenen Wohnung. Man kann sich nicht einfach zurückziehen, wenn man allein sein möchte.

A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen, aber genau darin liegt doch ein Lernprozess: Man muss den Alltag selbst organisieren und Aufgaben mit den anderen teilen, etwa Putzen oder Einkaufen. Das bereitet auf ein selbstständiges Leben vor.

B: Sie haben insofern recht, als das Teilen von Aufgaben eine wichtige Fähigkeit ist. Genau das führt aber in der Praxis oft zu Streit: Konflikte über Sauberkeit, Lärm oder geteilte Kosten sind in einer WG keine Seltenheit. Nicht jeder hält sich an Absprachen.

A: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus, wenn man die finanzielle Seite betrachtet: In einer WG ist das Leben günstiger, da man sich Miete, Strom und Internet teilt. Für viele Jugendliche ist das ein entscheidender Vorteil.

B: Ich muss zugeben, dass die Kostenersparnis ein reales Argument ist. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position, denn Geld allein löst das Problem nicht: Manche Mitbewohner passen charakterlich einfach nicht zusammen, und dann hilft auch ein günstiger Mietpreis nicht über die täglichen Reibereien hinweg.

A: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass die Wahl der Mitbewohner entscheidend ist. Darf ich den Blick auf einen anderen Aspekt lenken? In einer WG kann man von älteren Mitbewohnern wertvolle Tipps für Studium, Arbeit oder Kochen bekommen – das ist ein Vorteil, den man allein nicht hat.

B: Das ist ein netter Nebeneffekt, den ich nicht bestreiten will. Genau das ist aber der Punkt, an dem wir unterschiedlicher Meinung sind: Solche Tipps bekommt man auch von Freunden oder Familie, ohne dafür die eigene Privatsphäre aufzugeben.

A: Was würden Sie jemandem entgegnen, der sagt, dass gerade das gemeinsame Wohnen diese Ratschläge im Alltag viel direkter und häufiger ermöglicht als gelegentliche Besuche bei der Familie?

B: Ich würde antworten, dass Häufigkeit nicht automatisch Qualität bedeutet. Für mich zählt weiterhin, dass man sich in einer eigenen Wohnung nicht ständig auf andere einstellen muss und Konflikte über Sauberkeit oder Lärm von vornherein vermeidet.

A: Fassen wir zusammen: Wir sind uns einig, dass das Zusammenleben nicht immer reibungslos verläuft. Unter dem Strich bin ich trotzdem dafür, dass Jugendliche in einer WG leben, denn die Kostenersparnis und die Erfahrung, den Alltag selbst zu organisieren, überwiegen für mich die Nachteile.

B: Ich bleibe dabei: Die möglichen Konflikte über Sauberkeit, Lärm und Kosten sowie der Verlust an Privatsphäre wiegen für mich schwerer als die genannten Vorteile. Mein Fazit lautet daher, dass Jugendliche besser allein oder mit sorgfältig ausgewählten Personen wohnen sollten, nicht in einer klassischen WG.


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