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Sollen Kinder Haustiere haben?: Goethe B2 Sprechen Example

3 September 2026 · Papagei
Brandenburg Gate with the title "Sollen Kinder Haustiere haben?" — Papagei German B1/B2 exam preparation

“Sollen Kinder Haustiere haben?” is one of those Sprechen Teil 2 topics that keeps coming back exam after exam, and for good reason: everyone has an opinion on it, which makes it perfect for testing how well you can build an argument, react to a partner, and reach a conclusion under time pressure.

In the Goethe B2 exam, this task isn’t just about having something to say. It’s about structure: presenting your view clearly, picking up on your partner’s points, pushing back or agreeing with the right connectors, and wrapping things up with a clean summary in the final minute.

Seeing a full model answer for a familiar theme like this one gives you something concrete to study: the phrases, the turn-taking, the way a debate actually flows in real exam German rather than in a textbook dialogue.


Here is the original exam task followed by a model answer showing how this discussion can unfold.

The Task (as given in the real exam)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Sollen Kinder Haustiere haben?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

You need to cover:

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Discussion Structure

Sollen Kinder Haustiere haben?

Arguments in favour (Pro):

  • Kinder fühlen sich mit einem Haustier nicht einsam.
  • Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, indem sie sich um das Haustier kümmern.
  • Haustiere sind treue Begleiter, besonders für Menschen mit Behinderung.
  • Kinder erfahren, wie Tiere leben und was sie brauchen.

Arguments against (Kontra):

  • Haustiere kosten viel Geld und brauchen tägliche Versorgung.
  • Bei jeder Reise muss man jemanden finden, der sich um das Tier kümmert.
  • Manche Haustiere können die Konzentration stören, z. B. durch Bellen.

Your position: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass zwar der Aufwand und die Kosten nicht unterschätzt werden sollten, insofern als Haustiere tägliche Versorgung und Verlässlichkeit erfordern. Mein Fazit ist dennoch, dass die Vorteile überwiegen, da Kinder Verantwortung lernen und einen treuen Begleiter gewinnen, weshalb ich Haustiere für Kinder unter dieser Bedingung eher befürworte.

🔊 Listen to the model

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Model Dialogue

A: Unsere heutige Frage lautet: Sollen Kinder Haustiere haben? Ich vertrete den Standpunkt, dass Kinder Haustiere haben sollen. Ein wichtiges Argument dafür ist, dass Kinder durch die Pflege eines Haustiers lernen, Verantwortung zu übernehmen. Wenn sie täglich füttern und für das Tier sorgen müssen, entwickeln sie ein Pflichtgefühl, das ihnen auch später im Leben hilft. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, und dass Kinder dabei etwas lernen können, bestreite ich nicht. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Haustiere kosten viel Geld und brauchen tägliche Versorgung. Futter, Tierarztbesuche und Zubehör summieren sich schnell, und diese Last liegt am Ende meist bei den Eltern, nicht bei den Kindern.

A: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus. Auch wenn Kosten entstehen, wiegt für mich ein anderer Aspekt schwerer: Kinder fühlen sich mit einem Haustier nicht einsam. Gerade wenn Kinder viel Zeit allein verbringen, ist ein Tier ein Begleiter, der Trost und Gesellschaft bietet – das lässt sich nicht mit Geld aufwiegen.

B: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen, aber praktisch bleibt ein Problem bestehen: Bei jeder Reise muss man jemanden finden, der sich um das Tier kümmert. Das schränkt die ganze Familie ein, egal wie sehr das Kind am Tier hängt.

A: Sie haben insofern recht, als die Organisation bei Reisen manchmal Mühe macht. Darf ich den Blick auf einen anderen Aspekt lenken? Haustiere sind treue Begleiter, besonders für Menschen mit Behinderung. Gerade dort zeigt sich, dass der Nutzen eines Tieres oft größer ist als der organisatorische Aufwand.

B: Das lasse ich für besondere Fälle gelten. Allgemein sehe ich aber noch ein anderes Problem: Manche Haustiere können die Konzentration stören, zum Beispiel durch Bellen. Wenn ein Kind Hausaufgaben macht oder lernen will, kann das schnell zum Hindernis werden.

A: Ich muss zugeben, dass Lärm tatsächlich stören kann. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position, denn Kinder erfahren durch ein Haustier, wie Tiere leben und was sie brauchen. Dieses Wissen über Bedürfnisse und Verhalten von Tieren ist für mich wichtiger als gelegentliche Ablenkung.

B: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass Bildung über Tiere durchaus wertvoll ist. Da gebe ich Ihnen recht, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt: Man kann das auch ohne eigenes Haustier lernen, etwa im Zoo oder bei Verwandten, ohne die täglichen Kosten und die Reiseprobleme in Kauf zu nehmen.

A: Genau das ist der Punkt, an dem wir unterschiedlicher Meinung sind. Ein Zoobesuch vermittelt kein tägliches Verantwortungsgefühl und keine echte Bindung, wie ich es am Anfang angesprochen habe. Für mich zählt gerade diese enge, alltägliche Beziehung.

B: Das verstehe ich, aber unter dem Strich überwiegen für mich die praktischen Schwierigkeiten: die Kosten, die tägliche Versorgung und die Einschränkungen bei Reisen belasten die ganze Familie dauerhaft.

A: Fassen wir zusammen: Wir sind uns einig, dass ein Haustier Aufwand und gelegentliche Störungen mit sich bringt. Unter dem Strich bin ich dennoch dafür, dass Kinder Haustiere haben sollen, vor allem weil sie Verantwortung lernen und sich dadurch weniger einsam fühlen.

B: Ich bleibe dabei: Auch wenn Kinder durch ein Haustier einiges lernen können, überwiegen für mich die täglichen Kosten und die Schwierigkeiten bei Reisen. Deshalb ist mein Fazit: Ich bin dagegen, dass Kinder ein eigenes Haustier bekommen.


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