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Sollten Geschäfte jeden Tag der Woche geöffnet sein?: Goethe B2 Sprechen Example

3 September 2026 · Papagei
Brandenburg Gate with the title "Sollten Geschäfte jeden Tag der Woche geöffnet sein?" — Papagei German B1/B2 exam preparation

Shop opening hours might sound like a mundane topic, but it’s exactly the kind of everyday debate that shows up again and again in the Goethe B2 speaking exam. Examiners like it because everyone has an opinion: convenience versus rest days, economic growth versus tradition, worker rights versus consumer freedom. That makes it perfect material for testing how well you can argue, disagree politely, and build on someone else’s points in real time.

In Sprechen Teil 2, you’re not just stating your view once and moving on. You need to exchange arguments with a partner, react to what they say, and eventually land on a joint or contrasting conclusion. That back-and-forth is often the hardest part to prepare for, because it requires flexible language, not memorized sentences.

Working through a fully developed example of this exact theme lets you see how a strong candidate structures their turn-taking, pushes back on a counterargument, and wraps up the discussion within the time limit — skills you can transfer directly to whatever topic comes up on your own exam day.


Here is the original exam task along with a complete model dialogue you can study and adapt.

The Task (as given in the real exam)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Sollten Geschäfte jeden Tag der Woche geöffnet sein?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

You need to cover:

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Discussion Structure

Sollten Geschäfte an jedem Tag der Woche geöffnet sein?

Arguments in favour (Pro):

  • Menschen können einkaufen, wann sie wollen, auch am Wochenende.
  • Geschäfte können mehr verkaufen und den Umsatz steigern.
  • Mehr Öffnungszeiten können neue Arbeitsplätze schaffen.

Arguments against (Kontra):

  • Angestellte hätten weniger freie Tage und weniger Zeit für Familie.
  • Höhere Betriebskosten für die Geschäfte, z. B. für Energie und Personal.
  • Kleinere Geschäfte könnten sich diese Öffnungszeiten finanziell nicht leisten.

Your position: Zusammenfassend bin ich dagegen, dass Geschäfte jeden Tag geöffnet sein sollten. Mein Fazit ist, dass die Nachteile überwiegen, da die Angestellten weniger Zeit für ihre Familie hätten und vor allem kleinere Geschäfte sich die höheren Kosten finanziell nicht leisten könnten. Insofern die wirtschaftlichen Vorteile nur wenigen zugutekämen, überzeugt mich diese Lösung unter dem Strich nicht.

🔊 Listen to the model

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Model Dialogue

A: Unsere heutige Frage lautet: Sollten Geschäfte an jedem Tag der Woche geöffnet sein? Ich vertrete die Position, dass Geschäfte jeden Tag geöffnet sein sollten. Ein wichtiges Argument dafür ist, dass die Menschen dann einkaufen können, wann sie wollen, auch am Wochenende, wenn sie unter der Woche keine Zeit dafür finden. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, aber ich sehe das anders, und zwar aus folgendem Grund: Wenn Geschäfte jeden Tag geöffnet sind, hätten die Angestellten weniger freie Tage und weniger Zeit für ihre Familie. Genau die Freizeit, die Sie den Kunden zusprechen, würde den Mitarbeitern fehlen.

A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen, trotzdem bleibe ich bei meiner Position. Man könnte die Arbeitszeiten ja unter mehreren Mitarbeitern aufteilen. Darf ich den Blick auf einen anderen Aspekt lenken? Für die Geschäfte selbst wäre es von Vorteil, weil sie durch längere Öffnungszeiten mehr verkaufen und den Umsatz steigern könnten.

B: Sie haben insofern recht, als ein höherer Umsatz für die Geschäfte durchaus reizvoll klingt. Allerdings sollte man auch bedenken, dass diesem Umsatz höhere Betriebskosten gegenüberstehen, etwa für Energie und zusätzliches Personal an den zusätzlichen Öffnungstagen.

A: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis überwiegt aber meiner Meinung nach der wirtschaftliche Nutzen. Lassen Sie mich einen weiteren Punkt ansprechen: Mehr Öffnungszeiten könnten auch neue Arbeitsplätze schaffen, weil zusätzliches Personal für die zusätzlichen Tage benötigt wird.

B: Das ist ein interessanter Gedanke, aber gerade hier zeigt sich ein Problem: Kleinere Geschäfte könnten sich diese zusätzlichen Öffnungszeiten und das dafür nötige Personal finanziell gar nicht leisten. Am Ende würden also vor allem große Ketten von neuen Arbeitsplätzen profitieren, kleine Läden aber eher verschwinden.

A: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass kleine Geschäfte tatsächlich benachteiligt wären. Das ist ein berechtigter Punkt. Trotzdem denke ich, dass die Möglichkeit für Kunden, jederzeit einzukaufen, und die Chance auf mehr Arbeitsplätze insgesamt schwerer wiegen.

B: Genau das ist der Punkt, an dem wir unterschiedlicher Meinung sind. Für mich wiegt schwerer, dass die Angestellten unter diesem System leiden würden, weil ihnen feste freie Tage für die Familie fehlen würden. Was würden Sie jemandem entgegnen, der sagt, dass die Erholung der Mitarbeiter wichtiger ist als der Kundenkomfort?

A: Ich würde entgegnen, dass sich Erholung und flexible Öffnungszeiten nicht zwangsläufig ausschließen, wenn Unternehmen die Schichten fair organisieren. Natürlich braucht es dafür gute Regelungen, aber grundsätzlich sehe ich darin kein unlösbares Problem.

B: Diesen Optimismus teile ich nicht ganz, denn gerade kleinere Geschäfte haben oft nicht genug Personal, um faire Schichten zu organisieren. Genau deshalb bleibe ich bei meiner Position gegen eine tägliche Öffnung.

A: Fassen wir zusammen: Für mich geben letztlich zwei Argumente den Ausschlag: die Freiheit der Kunden, jederzeit einkaufen zu können, und die Chance auf mehr Arbeitsplätze. Unter dem Strich bin ich deshalb weiterhin dafür, dass Geschäfte an jedem Tag geöffnet sein sollten.

B: Ich bleibe dabei: Die Belastung für die Angestellten, die dann weniger Zeit für ihre Familie hätten, und die finanzielle Überforderung kleinerer Geschäfte wiegen für mich schwerer als der Nutzen für die Kunden. Mein Fazit lautet daher: Geschäfte sollten nicht an jedem Tag der Woche geöffnet sein.


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