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Sollten Arbeitstage pro Woche kürzer werden (4-Tage-Woche)? : exemple Goethe B2 Sprechen

2 septembre 2026 · Papagei
Porte de Brandebourg avec le titre « Sollten Arbeitstage pro Woche kürzer werden (4-Tage-Woche)? » — Papagei, préparation aux examens d'allemand B1/B2

La semaine de travail de quatre jours revient régulièrement dans les examens oraux du Goethe B2, et on comprend facilement pourquoi. C’est un thème que les examinateurs adorent : tout le monde a un avis, le vocabulaire reste abordable, et il oblige les candidats à réellement interagir avec leur partenaire plutôt qu’à réciter un discours appris par cœur.

C’est justement là que la plupart des candidats perdent des points. Le Sprechen Teil 2 n’est pas un monologue, c’est un débat. Il faut exposer sa position, écouter attentivement son partenaire, réagir à ses arguments précis, puis aboutir à une conclusion commune ou, au contraire, marquer un désaccord. Cette dynamique d’échange est précisément ce qui distingue une prestation de niveau B2 d’une simple suite de phrases sans lien entre elles.

Des thèmes comme la réduction du temps de travail ont aussi tendance à revenir d’une session d’examen à l’autre sous des formes légèrement différentes — télétravail, équilibre vie professionnelle-vie privée, automatisation. Se familiariser avec les arguments et les expressions présentés ici est donc utile bien au-delà de ce seul sujet.


Voici l’énoncé original de l’examen, suivi d’un dialogue modèle montrant à quoi ressemble un débat réussi sur ce thème.

L'énoncé (tel qu'il apparaît à l'examen réel)

Sie sind Teilnehmende eines Debattierclubs und diskutieren über die aktuelle Frage unten. Die Frage lautet: „Sollten Arbeitstage pro Woche kürzer werden (4-Tage-Woche)?“. Tauschen Sie Ihren Standpunkt und Ihre Argumente aus. Reagieren Sie auf die Argumente Ihrer Gesprächspartnerin/Ihres Gesprächspartners. Fassen Sie am Ende zusammen: Sind Sie dafür oder dagegen? Sprechen Sie circa 5 Minuten.

Vous devez aborder :

  • Standpunkt und Argumente austauschen.
  • Auf die Argumente der Gesprächspartnerin/des Gesprächspartners reagieren.
  • Am Ende zusammenfassen: dafür oder dagegen?

Structure de la discussion

Sollte die 4-Tage-Woche eingeführt werden?

Arguments pour (Pro) :

  • Mehr Zeit für Familie und Freunde, was die familiären Beziehungen stärkt.
  • Mehr Erholung und weniger Stress im Alltag.
  • Mehr Zeit für Sport, Lesen und andere Freizeitaktivitäten.
  • Wer weniger arbeitet, ist oft konzentrierter und effizienter.
  • Geschäfte, die durchgehend geöffnet sind, könnten mehr Personal einstellen und die Arbeitslosigkeit senken.

Arguments contre (Kontra) :

  • Nicht alle Berufe lassen sich in vier Tagen bewältigen.
  • Manche Unternehmen könnten Umsatzeinbußen befürchten.
  • Der Arbeitsdruck an den verbleibenden vier Tagen könnte steigen.

Votre position: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Vorteile der Vier-Tage-Woche überwiegen, da mehr Erholung und Konzentration letztlich auch den Unternehmen zugutekommen. Insofern nicht jeder Beruf gleich betroffen ist, sollte die Umsetzung branchenspezifisch erfolgen. Mein Fazit ist daher, dass ich grundsätzlich dafür bin, sofern der steigende Arbeitsdruck an den restlichen Tagen abgefedert wird.

🔊 Écouter le modèle

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Dialogue modèle

A: Unsere heutige Frage lautet: Sollte die 4-Tage-Woche eingeführt werden? Ich vertrete den Standpunkt, dass wir kürzere Arbeitswochen brauchen. Ein zentrales Argument ist, dass die Menschen mehr Zeit für Familie und Freunde hätten, was die familiären Beziehungen stärkt. Außerdem würde mehr Erholung und weniger Stress im Alltag entstehen. Wie sehen Sie das?

B: Da haben Sie einen wichtigen Punkt angesprochen, und dass Erholung wichtig ist, bestreite ich nicht. Ich sehe das trotzdem anders, und zwar aus folgendem Grund: Nicht alle Berufe lassen sich in vier Tagen bewältigen. Denken Sie an das Gesundheitswesen oder die Pflege – dort kann man die Arbeit nicht einfach auf weniger Tage verdichten.

A: Das mag in der Theorie stimmen, in der Praxis sieht es aber anders aus, denn viele Berufe lassen sich durchaus flexibel organisieren. Zudem hätten die Menschen mehr Zeit für Sport, Lesen und andere Freizeitaktivitäten, was ihre Lebensqualität insgesamt verbessert.

B: Sie haben insofern recht, als Freizeit wichtig ist. Trotzdem bleibe ich bei meiner Position: Manche Unternehmen könnten Umsatzeinbußen befürchten, wenn sie an einem Tag weniger produzieren oder verkaufen können.

A: Diesen Einwand kann ich nachvollziehen, doch wer weniger arbeitet, ist oft konzentrierter und effizienter, sodass die höhere Produktivität an den verbleibenden Tagen den möglichen Verlust ausgleichen könnte.

B: Das ist ein interessanter Gedanke, aber genau das ist der Punkt, an dem wir unterschiedlicher Meinung sind: Der Arbeitsdruck an den verbleibenden vier Tagen könnte steigen, weil dieselbe Menge Arbeit in kürzerer Zeit erledigt werden muss.

A: Wenn ich Ihren Gedanken weiterführe, käme man zu dem Schluss, dass der Druck tatsächlich zunehmen könnte, wenn die Arbeitsmenge gleich bleibt. Allerdings ließe sich das lösen, indem Geschäfte, die durchgehend geöffnet sind, mehr Personal einstellen und dadurch die Arbeitslosigkeit senken. So würde die Last auf mehr Schultern verteilt.

B: Darf ich dazu kurz etwas ergänzen? Das setzt voraus, dass Unternehmen tatsächlich neues Personal einstellen und nicht einfach die bestehenden Mitarbeiter stärker belasten. Was würden Sie jemandem entgegnen, der behauptet, dass genau das in der Praxis passieren würde?

A: Ich würde ihm antworten, dass klare Regelungen genau das verhindern könnten, sodass die Entlastung tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt. Fassen wir zusammen: Wir sind uns einig, dass es Berufe gibt, in denen eine Umsetzung schwierig ist. Ich bleibe dabei: Ich bin für die 4-Tage-Woche, weil die Vorteile für Familie, Erholung und Freizeit überwiegen.

B: Da gebe ich Ihnen recht, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt, denn die praktischen Hürden bei nicht-teilbaren Berufen halte ich weiterhin für gravierend. Unter dem Strich bin ich gegen die 4-Tage-Woche, weil sich der steigende Arbeitsdruck und mögliche Umsatzeinbußen für mich nicht einfach wegdiskutieren lassen.


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